Die beiden Sprecher für Bayer, Katharina Au, Vertriebsleiterin für Saatgut/Climate FieldView™ in Deutschland und Österreich, und Tilman Puls, Climate Field Product Specialist hatten ihren Vortrag etwas provokativ unter das Motto „Mehr Praxis, weniger Vision“ gestellt. Im voll besetzten Saal erklärte Katharina Au die Wahl des Titels so: „Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Sensortechnik können heute schon unendlich viel. Wir landen aber in vielen Gesprächen, intern und mit Landwirten, bei der Frage: Wie müsste es sein, damit es in zehn Jahren perfekt ist? Dabei stoßen wir auf viele Themen, beispielsweise Vernetzung und Dateninfrastruktur und vieles mehr.“
Au fährt fort: „Wir merken aber auch, dass wir uns darauf fokussieren müssen, was als nächstes zu tun ist. Und wie wir das in die Praxis bringen. Denn nur dann können wir die Potenziale auch heben.“
Bayer, fasst Katharina Au zusammen, beschäftige sich im Bereich Digitalisierung im Pflanzenbau mit drei Kernthemen:
- Bestmögliche Entscheidung und präzise Planung
- Automatisierte Umsetzung und
- Erfolgsmessung und Dokumentation
„Dabei gibt es schon unfassbar viele Angebote. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns darauf fokussieren, wie wir es in die Fläche bringen“, fordert Au. Tilman Puls vertieft diese Aussage mit Beispielen: Welche Faktoren müssen wir kennen und bedenken, die Einfluss auf gemessene Daten haben können? Wie verknüpfen wir diese Daten anschließend sinnvoll, um die bestmöglichen Entscheidungen daraus abzuleiten? Wie wichtig ist unser agronomisches Wissen, um diese Auswertung korrekt zu interpretieren?
Insgesamt, zeigen sich die Referenten überzeugt, gibt es Möglichkeiten und Lösungen, um auf jedem Betrieb mit Digitalisierung im Pflanzenbau zu starten. Immerhin hätten, wie eine Umfrage unter Landwirten ergab, zwei Drittel von ihnen die Vorteile der Technologie verstanden. Viele scheuten jedoch noch die Komplexität des Themas und fürchteten daher die ersten Schritte.